Montag, 3. August 2015

Lesereise 2015

Als Reise kann man es eigentlich kaum bezeichnen, da meine Lesetour im Juni ja mit Dortmund, Stade und Hamburg nur 3 verschiedene Orte umfasste, trotzdem war es für mich ein einmaliges Erlebnis und hat sehr viel Spaß gemacht.
Drei Tage in verschiedenen Städten unterwegs, jede Nacht in einem anderen Hotelbett, jeden Abend einen neuen Veranstalter und viele neue Leser kennenzulernen, das war unheimlich spannend und abwechslungsreich. Nicht zu vergessen meine beiden netten Kolleginnen Kari Köster-Lösche und Angelika Svensson, mit denen ich die Abende gemeinsam bestreiten durfte, unsere großartige Moderatorin Anja Goerz und Hanna Pfaffenwimmer vom Droemer Knaur Verlag, die sich ganz toll um unser aller Wohlergehen und eine erfolgreiche Fahrt kümmerte. Es waren wunderschöne Tage mit euch.
Und für euch, liebe Leser dieses Blogs, gibt es natürlich auch ein paar Fotos zum Anschauen.

Liebe Grüße
Birgit




Donnerstag, 23. April 2015

Was dahintersteckt II

Ein weiser Mensch hat einmal gesagt, man solle als Autor am besten über ein Thema schreiben, von dem man auch etwas versteht. Nun teile ich diese Ansicht nur bis zu einem gewissen Grad, denn wer will schon immer über dasselbe Thema schreiben - oder schlimmer noch - immer dasselbe lesen? Trotzdem fand und finde ich den Gedanken recht spannend, ein paar autobiographische Details einzustreuen, was ich auch bei einigen meiner Geschichten getan habe.

Beispielsweise spielt eine meiner Kurzgeschichten mit dem Titel "Nach Feierabend" in einem Geschäft für Heimtextilien. Schon mehrmals wurde ich von Lesern darauf angesprochen, wie lebensecht die Umgebung in diesem Text doch beschrieben sei. Kein Wunder, denn genau in diesem Geschäft habe ich mehrere Jahre lang gearbeitet, allerdings trug es in Wirklichkeit einen anderen Namen, und einem mordenden Ungeheuer bin ich in dieser Zeit auch nicht begegnet. Die Räumlichkeiten aber, das Lager, das Büro und selbst die Probleme mit der Beleuchtung und dem Telefon entsprechen meiner Erinnerung.
Auch die Kollegin der Protagonistin hat es wirklich gegeben, und ja, sie war genauso nervig wie in der Geschichte beschrieben.

Allerdings hat sie uns damals unter weitaus erfreulicheren Umständen verlassen, als es die arme Sabine in meiner Geschichte tut. Und wer jetzt Lust aufs Lesen bekommen hat, "Nach Feierabend" ist in meiner kleinen Kurzgeschichtensammlung "Wunschlos tot" enthalten. :)

Samstag, 4. April 2015

Österliche Grüße

Ihr Lieben,

da besonders die Kinder dem Osterfest immer eifrig entgegenfiebern, habe ich euch heute eine etwas ältere Kurzgeschichte mitgebracht, die noch aus der Zeit stammt, als meine Süße im Kindergartenalter war. Vielleicht habt ihr ja auch Kinder, die daran Gefallen finden, oder ihr gehört selbst zu den junggebliebenen Lesern.
Ich habe diese Geschichte übrigens oft für Kindergeburtstage verwendet. Jedes Kind durfte ein Tier aus dem Text darstellen und immer, wenn dieses Tier erwähnt wurde, die entsprechenden Geräusche von sich geben. Das gab besonders gegen Ende, wenn Hund, Katze, Kuh, Schaf, Schwein und Hahn gemeinsam auftreten, ein wirklich tolles Konzert.

Euch allen ein wunderschönes und gesegnetes Fest mit Superwetter und vielen bunten Eiern.
Herzliche Grüße

Eure Birgit



Das Konzert der Tiere


Auf dem Hof von Bauer Schnapp gab es viele Tiere. In seinem Stall lebten die Kuh, das Schaf und das rosa Schweinchen. In einer großen Hütte wohnte der Hund, und die Katze schlief meistens auf einer der Fensterbänke.
Aber es gab noch jemanden, nämlich den Hahn. Der hatte seinen Lieblingsplatz hoch oben auf dem Misthaufen.
Jedes Tier hatte seine Aufgabe: Die Kuh gab gute Milch, das Schwein fraß all die Sachen, die der Bauer nicht aufessen konnte, sogar die Kartoffelschalen, die Katze fing die Mäuse, das Schaf schenkte Bauer Schnapp mit seiner Wolle jedes Jahr einen dicken Winterpullover, und der Hund passte auf, dass kein Fremder auf den Hof kam. Die wichtigste Aufgabe aber hatte der Hahn.
Jeden Morgen stand er auf seinem Misthaufen und krähte laut sein Kikerikiiii, sodass alle anderen erwachten. Dann sprang Bauer Schnapp aus dem Bett und fütterte als erstes seine Tiere, bevor er selbst frühstückte.
Aber eines Morgens krähte der Hahn nicht, und der Bauer schlief viel zu lange.
„Wo bleibt denn meine Milch?“, beschwerte sich die Katze.
„Ich bin noch nicht gemolken“, jammerte die Kuh.
„Ich habe solchen Hunger“, knurrte der Hund.
Sie waren sehr unzufrieden.
Das Schwein wartete ungeduldig, weil Bauer Schnapp ihm frisches Stroh für seine Box versprochen hatte, und das Schaf wollte hinaus auf die Weide.
Endlich wachte der Bauer auf. Er bekam einen furchtbaren Schreck, weil es schon so spät war.
„Wo ist der Hahn?“, rief er mit lauter Stimme, aber keiner hatte ihn gesehen.
Endlich kam der Hahn mit hängendem Kopf hinter dem Hühnerstall hervor.
„Warum hast du den Bauern nicht geweckt?“, fragte die Katze vorwurfsvoll.
„Wir hatten solchen Hunger“, sagte der Hund.
„Ich konnte nicht“, krächzte der Hahn leise und flatterte unglücklich hin und her. „Mein Hals tut weh, und ich habe meine Stimme verloren. Ich kann nicht mehr krähen.“
„Nun“, erklärte das Schaf. „Dann muss das eben jetzt einer von uns übernehmen, bis du wieder gesund bist.“
„Muh!“, machte die Kuh. „Wie klingt das?“
„Zu leise, davon wacht der Bauer bestimmt nicht auf“, erklärte das Schwein. „Und ich kann auch nicht lauter grunzen.“
„Mein Mäh-Mäh wird er auch nicht hören“, sagte das Schaf enttäuscht.
Der Hahn sah sehr traurig aus.
„Was sollen wir tun?“
„Ich weiß!“, rief die Kuh. „Die Katze kann laut schreien. Sie soll uns wecken.“
Aber die Katze schüttelte den Kopf.
„Ich muss die ganze Nacht Mäuse jagen, da werde ich nicht so früh wach.“
„Bei mir ist es das gleiche“, bellte der Hund. „Die ganze Nacht passe ich auf, dass sich kein Dieb auf den Hof schleicht, da bin ich morgens zu müde.“
„Dann werdet ihr jetzt wohl jeden Morgen ein wenig länger auf euer Futter warten müssen“, sagte Bauer Schnapp und ging in den Schuppen, um seinen Traktor zu holen.
Der Hahn wurde immer unglücklicher.
„Ich fühle mich so nutzlos“, krächzte er.
Da hatte das Schwein eine Idee.
„Du bist zwar heiser, aber du wirst trotzdem als Erster wach“, grunzte es.
„Genau!“, rief das Schaf. „Der Hahn soll zu jedem von uns hinfliegen und uns wecken.“
„Und dann?“, fragte die Katze.
„Das ist doch klar!“, erklärte die Kuh. „Wenn der Hahn seine Stimme verloren hat und einer von uns zu leise ist, dann müssen wir eben alle gemeinsam rufen.“
„Wenn das so ist“, sagte der Hund, „wenn alle mitmachen, bin ich auch dabei.“

Und genauso machten sie es.
Der Hahn flatterte morgens zuerst in den Stall, um das Schwein, die Kuh und das Schaf zu wecken, anschließend zog er die schläfrige Katze am Schwanz, bis sie die Augen aufmachte, und pickte dem Hund, der  morgens besonders fest schlief, so lange auf die Nase, bis der auch wach wurde.
„Bei drei!“, rief das Schaf, und alle zählten: 1-2-3!
Dann riefen sie, so laut sie konnten. Das war ein Konzert, Kuh, Hund, Katze, Schwein und Schaf brüllten so laut, dass sogar die Leute vom Nachbarshof noch aus ihren Betten fielen.
Der Hahn aber tanzte auf seinem Misthaufen herum, glücklich darüber, dass er so gute Freunde hatte.
Bauer Schnapp kam gutgelaunt aus dem Haus und freute sich mit ihm.

Das ist inzwischen schon eine Weile her, und der Hahn hat längst seine Stimme wieder und kräht jeden Morgen sein fröhliches Kikerikiii, aber ab und zu, an besonders schönen Tagen, da unterstützen ihn seine Freunde wieder.
Dann rufen Schwein, Kuh, Hund, Schaf und Katze es aus vollen Kehlen heraus:
„Guten Morgen, lieber Hahn! Wir freuen uns, dass du da bist.“ 

Birgit Böckli 


PS: Wer gerne weitere Kindergeschichten von mir kennenlernen möchte, dem darf ich den kleinen Held vom Fensterbrett empfehlen, erhältlich als eBook und als Taschenbuch.
 



Dienstag, 17. März 2015

Was dahintersteckt



Jaha, Blog Grün ist nicht tot, er ist hat nur einen ziemlich langen Winterschlaf gehalten. Aber damit ist jetzt erst mal Schluss. Also auf zu neuen Ufern beziehungsweise Blogbeiträgen, auch wenn sie aus Zeitgründen vielleicht nicht mehr ganz so regelmäßig erscheinen werden wie einst. :)
 

Eines der offenen Geheimnisse unter Literaturschaffenden besteht in der Weisheit, dass gerade die skurrilsten und unglaubwürdigsten Szenen in Büchern oftmals auf einer wahren Begebenheit basieren. Doch welche Teile eines Buches entstammen dem wirklichen Leben?

Ihr wolltet schon immer einen Blick hinter die Kulissen riskieren? Dazu habt ihr jetzt die Gelegenheit. In den nächsten Wochen möchte ich euch daran teilhaben lassen, was mich zu meinen Geschichten inspiriert hat, oder auch, ob und wie sich bestimmte Szenen in der Realität zugetragen haben.

Neben Krimis und Horror schreibe ich auch hin und wieder Geschichten aus dem sogenannten Chicklit-Genre. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Lore Badowski, die Hauptfigur aus meinem heiteren Frauenbuch „Lore macht Urlaub“.

In diesem Buch gibt es eine Szene, in der Lore in der Frischeabteilung eines Supermarktes eingesetzt wird. Während ihrer Arbeit an der Käsetheke kommt es zu einer recht unfeinen Begebenheit, die ich in Teilen selbst so erlebt habe. Die umweltbewusste Dame mit dem Weidenkörbchen, die nicht einsehen will, dass es dem Personal verboten ist, den Käse ohne Verpackung herauszugeben, hat es tatsächlich gegeben. Auch dass sie vor lauter Entrüstung mit dem Käse um sich geworfen hat, ist wahr. Allerdings habe ich lediglich mit Worten auf diese Attacke reagiert. Meine Figur Lore ist da viel praktischer veranlagt, was ihr auch letztlich immer wieder Ärger einbringt. Wer Spaß an schrägem Humor hat und wissen möchte, wie die Geschichte weiter geht, dem sei die Lektüre wärmstens empfohlen.


Ich verabschiede mich einstweilen und wünsche euch einen wunderschönen Tag ohne umherfliegende Utensilien, seien sie nun essbar oder nicht.
Herzliche Grüße
Birgit Böckli

PS: Wenn ihr selbst Bücher schreibt und Lust habt, ebenfalls die wahren Hintergründe einer Szene oder einer Idee zu schildern, freue ich mich über eine Nachricht von euch. 

Montag, 13. Januar 2014

Herzlichen Glückwunsch!

Heute Morgen, noch vor der Schule, durfte meine kleine Glücksfee aus insgesamt fünfzehn richtigen Einsendungen die drei Gewinnernamen ziehen.
Die Lösung lautete: Der Kraichbach fließt durch Hockenheim, und hier, am Kraichbachstrand, spielt auch mein heiterer Krimi Auf tödlich gute Nachbarschaft, der sich in den nächsten Tagen auf den Weg quer durch die Bundesrepublik machen wird.
Zu einem handsignierten Exemplar darf ich gratulieren:

Heike S.
Petra K.
Manu 2106

Herzlichen Glückwunsch euch dreien und viel Spaß mit dem Buch.
Die Gewinner wurden bereits per Email benachrichtigt. Bitte schickt mir, sofern noch nicht geschehen, noch eure Postanschriften, damit sich der Hockenheimkrimi bald auf die Reise machen kann.
Herzliche Grüße und nochmals vielen Dank an alle Teilnehmer

Birgit Böckli

Freitag, 3. Januar 2014

Zur Feier des Tages

Gerade mal ein paar Wochen ist es her, daß mein neues Buch "Auf tödlich gute Nachbarschaft" erschienen ist, und heute erreichte mich die Nachricht, daß bereits die dritte Auflage in Druck geht. Dafür möchte ich mich herzlich bei all meinen Lesern und Unterstützern bedanken.
Es war toll zu sehen, wie positiv mein heiterer Krimi aufgenommen wurde, wie Menschen extra meinetwegen auf den Weihnachtsmarkt oder zur Signierstunde kamen, um ein handsigniertes Exemplar zu erhalten. Es war wunderschön, all die Geschichten zu hören, die hinter dem Weihnachtsgeschenk Hockenheimkrimi standen, zu erfahren, daß mein Büchlein in alle Welt verschickt wurde, an ausgewanderte Bekannte als Überraschungsgeschenk versandt oder in Krankenhäuser gebracht wurde, um den Angehörigen die langen Stunden ein wenig zu versüßen.
Deshalb verlose ich zur Feier des Tages drei Taschenbücher meines heiteren Hockenheim-Krimis.
Um an der Verlosung teilzunehmen, beantwortet mir einfach folgende Frage:

Welches Gewässer fließt durch Hockenheim?
Ist es...
a) Die Donau
b) Der Neckar oder
c) Der Kraichbach

Bitte schickt mir eure Antwort bis zum 12.1.2014 als Email an birgitboeckli@googlemail.com
Die Gewinner werden am 13.1.2014 bekannt gegeben. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück. :)

Dienstag, 26. November 2013

Ein ganz besonderes Buch


Rechtzeitig zur bevorstehenden Adventszeit ist vor wenigen Tagen mein neues Buch mit dem Titel "Auf tödlich gute Nachbarschaft" erschienen. Es handelt sich um einen heiteren Adventskrimi mit einem überraschenden Ende.
Das Besondere an diesem Buch: Es spielt in meiner Heimatstadt Hockenheim.
Die Recherchereise beschränkte sich somit auf einige recht unterhaltsame Spaziergänge, doch ganz überflüssig waren meine Nachforschungen nicht. So habe ich in den letzten Wochen erfahren, wie ungenau ich die alltägliche Umgebung oftmals wahrgenommen habe. In welcher Reihenfolge stehen nochmal die Läden in der Einkaufsstraße? Kommt die Eisdiele direkt nach dem Ärztehaus oder befindet sich noch ein Haus dazwischen? Standen auf dem kleinen Parkplatz wirklich Bäume, und hat das Gemüsegeschäft eine grüne oder gelbe Markise?
Diese und viele weitere Fragen gingen mit durch den Kopf, denn schließlich sollten die Hockenheimer ihr Städtchen auch wiedererkennen. Natürlich durfte auch der eigentliche Fall nicht zu kurz kommen, und so ist nach den ersten Anfängen ein Büchlein entstanden, das mir persönlich sehr am Herzen liegt.
Es handelt von der 62-jährigen Emma Dorn, die nach Jahrzehnten eine alte Schulfreundin wiedertrifft. Leider trüben schon nach kurzer Zeit erste Zweifel die Wiedersehensfreude. Woher hat Friedel plötzlich soviel Geld, und was hat es mit ihren seltsamen Nachbarn auf sich? als Friedel eines Tages tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, scheint niemand ein Verbrechen zu vermuten. Niemand außer Emma! Entgegen der Bitte ihres Neffen beschließt die Rentnerin, der Sache auf den Grund zu gehen und erlebt eine böse Überraschung.

Auf tödlich gute Nachbarschaft ist als Taschenbuch und als ebook erhältlich, signierte Exemplare können direkt bei mir unter birgitboeckli@googlemail.com bestellt werden.