Montag, 31. Oktober 2011

Neue Aktion - Adventskalender des Grauens

Ihnen allen ein fröhliches Halloween!
Wenn Sie heute im Laufe des Nachmittags in Hockenheim unterwegs waren, ist Ihnen möglicherweise die Halloweenhexe begegnet.




Vielleicht haben Sie eine kleine Schokohexe oder ein süßes Gespenst bekommen, zusammen mit einem Hinweis auf meine neue Aktion, und nun möchten Sie wissen, was dahinter steckt. Aber auch wenn Sie auf anderem Wege oder vielleicht auch rein zufällig hergefunden haben, heiße ich Sie herzlich willkommen zu meinem ADVENTSKALENDER DES GRAUENS.

Im Laufe des Dezembers wird mein neuer Horrorkurzthriller "Den Tod im Herzen" als eBook bei Amazon erscheinen.Anläßlich der bevorstehenden Adventszeit habe ich mich jedoch dazu entschlossen, den Lesern meines Blogs die Gelegenheit zu geben, das vollständige Buch vorab kennenzulernen, und zwar in Form eines Adventskalenders.Vom 1. bis zum 24. Dezember wird es jeden Tag ein Kapitel zu lesen geben, und das vollkommen gratis und ohne jede Verpflichtung. Wenn Sie also Lust auf einen spannenden Text haben, kommen Sie doch einfach vorbei um nachzuschauen, was sich hinter den Türchen verbirgt.
Sie möchten gern schon jetzt etwas über den Inhalt des Buches erfahren? Kein Problem, hier gibt es eine Kurzbeschreibung:

Nach mehreren schweren Schicksalsschlägen versucht der 44-jährige Dirk Färber, sein Leben neu zu ordnen. Der erste Schritt ist schnell getan. Nach jahrelanger Arbeitslosigkeit findet er eine gut bezahlte Anstellung als Wachmann auf einem Privatgelände. Doch schon bald muß er erkennen, daß auf dem luxuriösen Anwesen nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Weshalb darf er niemandem von dieser Beschäftigung erzählen? Und was hat es mit dieser seltsamen Maschine im Keller auf sich, deren lautes Summen ihm solche Angst einjagt? Als ein neuer Kollege spurlos verschwindet, beschließt Färber, der Sache endlich auf den Grund zu gehen und gerät mitten in einen Alptraum hinein.

Na, neugierig geworden? Dann freue ich mich auf Ihren Besuch.  

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Verborgene Potenziale oder wie war das mit Schneewittchen?

Eigentlich bin ich immer auf der Suche nach neuen Geschichten, als Leserin und natürlich auch als Autorin, obwohl sie mich auch hin und wieder geradezu rücksichtslos überfallen. Am liebsten mag ich Spannungsromane und am allerliebsten Horrorgeschichten. Wer meine Texte kennt, der weiß, daß die Figuren oft in der Blüte ihrer Jahre dahingerafft werden, ich kann gar nichts dagegen tun, was ich auch anfange, irgendwann taucht immer eine Leiche auf.
Wenn ich allerdings so über verschiedene bekannte Geschichten nachdenke, ist es häufig auch einfach die Form, wie etwas erzählt wird, die aus einer Geschichte eine Horrorgeschichte oder zumindest einen Psychothriller machen kann oder eben nicht. In vielen Texten steckt das Potenzial dazu, und oft verbirgt es sich nicht einmal in der eigentlichen Handlung, sondern eher in Nebensächlichkeiten.
Nehmen wir nur einmal die guten alten Märchen. Daß diese Überlieferungen manchmal Geschehnisse beschreiben, die nicht unbedingt kindgerecht sind, wissen wir alle, aber sie besitzen eben den Bonus einer Jahrhunderte alten Tradition. Oder würden Sie einer Fünfjährigen zu Weihnachten ein Buch schenken, das von Meuchelmorden und menschenfressenden Hexen handelt? Ich würde zumindest gründlich darüber nachdenken. Doch um diese allseits bekannten Dinge geht es mir weniger.
Ich denke da vielmehr an die Bestandteile, die nur am Rande erwähnt werden. Wie wäre es zum Beispiel mit Schneewittchen? Eine junge, schöne Frau, die mit sieben alleinstehenden Männern zusammenlebt, was für eine seltsame Konstellation. Sexuelle Auslegungen gab es schon genug, man denke nur an Otto Walkes und die emporschießenden Zipfelmützen. Die erste Hippiekommune? Warum nicht? Was aber, wenn alles ganz anders verlief? Wenn diese Zwerge in Wahrheit an einer gewöhnlichen Beziehung gar kein Interesse gehabt hätten? Natürlich ist es schrecklich, von der eigenen Stiefmutter verfolgt zu werden, doch die Vorstellung, nach dem gewaltsamen Tod in einem gläsernen Sarg aufbewahrt zu werden, finde ich um Längen morbider, und sie bietet Spielraum für alles Mögliche.
Es sind oft die Kleinigkeiten, die über die Wirkung einer Geschichte entscheiden. Auch bei Dornröschen gibt es solch eine Kleinigkeit, die gerade mal einen Nebensatz lang Beachtung findet. Da gibt es den Fluch, das schlafende Mädchen und natürlich den tapferen Prinzen, der sie rettet. Was aber ist mit den vielen, die es vor ihm versucht haben? Eine Dornenhecke, in der hunderte von Leichen hängen, in den verschiedensten Stadien der Verwesung? Eine Fundgrube für angehende Rechtsmediziner und wahrlich ein Ort, dessen ausführliche Beschreibung auch Erwachsenen schlaflose Nächte bereiten könnte.
Das waren nur zwei Beispiele, aber die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Und mir zumindest zeigt diese Betrachtung, daß sich in einer Idee sehr viele Geschichten verstecken können, und wenn man nur die Gewichte ein wenig anders verteilt, ergibt sich etwas vollkommen anderes. Etwas Beängstigendes, das einem die Nackenhaare aufrichtet, eine bitterböse Satire - oder eben einfach ein Märchen.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Schön war die Zeit

"Sie baden gerade Ihre Hände drin". Kennen Sie diesen Satz noch? Oder wie wär's mit "Etwas Warmes braucht der Mensch"? Manche dieser Werbeslogans sind uns im Laufe der Jahre in Fleisch und Blut übergegangen, sind irgendwie klammheimlich zum Volksgut avanciert, und auch, wenn man sich noch so sehr dagegen wehren mag, die Erinnerungen sind da, und sie tragen oft genug einen Hauch der vergangenen Jahre in sich. Nicht umsonst heißt es bei uns in der Kurpfalz unter älteren Leuten, wenn sich jemand aufregt: "Jetzt mach doch nicht schon wieder das HB-Männchen".
Doch dies soll kein Artikel über Reklamesprüche werden, mir geht es vielmehr um die Bedeutung persönlicher Erinnerungen und das Phänomen der Verklärung vergangener Jahre. Wäre ich ein Psychologe, hätte ich sicherlich eine kluge und unaussprechliche Erklärung für dieses Verhalten, das so viele Menschen gemeinsam haben, aber das bin ich nicht. Mir bleiben nur meine eigenen Überlegungen, und die möchte ich gern mit Ihnen teilen.
Für mich hatte diese Form der nostalgischen Rückbesinnung immer einen hohen Stellenwert. Schon als Kind war es eine Frage der Zugehörigkeit. Wenn das Gespräch auf Ereignisse gelenkt wurde, die irgendwann in finsterer Vorzeit stattgefunden hatten, konnte ich mich fest darauf verlassen, daß in den nächsten fünf Minuten jener Satz folgen würde, den ich von jeher fürchtete. Und um sich dabei nicht selbst zu Tode zu langweilen, hatten die Erwachsenen nach und nach einige Variationen dieses Satzes entwickelt. "Das war vor deiner Zeit, mein Schatz", war einer der beliebtesten Wortlaute, oder auch "Damals gab es dich ja noch gar nicht." Doch auch ein liebevoll gehauchtes "Ach Kindchen" vereint mit dem obligatorischen übers-Haar-Streichen verfehlte seine Wirkung nicht.
Für mich stellten diese Menschen, die schon vor mir auf der Welt gewesen waren, einen geheimnisvollen Zirkel dar, eine Gruppe, die ihre Macht ganz einfach aus ihrer eigenen Existenz zu schöpfen schien, und so versuchte ich eifrig, mich mit ihnen zu identifizieren, selbst einen Zipfel jener fremden Erinnerungen zu ergattern, was jedoch ein sinnloses Unterfangen darstellte. Ich konnte Informationen sammeln, aber sie nahmen keine Farben und Formen an, so sehr ich mich auch bemühte.
Inzwischen bin ich älter geworden und trage meine eigenen Erinnerungen mit mir herum. Und hin und wieder trete ich nun meinerseits in den geheimen Zirkel meiner Generation ein, freue mich, wenn ich feststelle, wie andere Menschen sich an genau dieselben Dinge erinnern wie ich, vielleicht sogar dasselbe dabei empfinden. Das können ältere Lieder sein, Automarken, die man heute kaum noch auf den Straßen findet oder eben Werbeslogans vergangener Jahre. Es sind Dinge, die verbinden, die einen Teil von uns ausmachen, uns auf unserem Lebensweg ein Stück weit begleitet haben, selbst wenn es sich nur um die Titelmelodie von "Bonanza" handelt, für mich ist es ein Stückchen Kultur, eines der vielen Puzzleteile, aus denen sich meine Vergangenheit zusammensetzt, und ich genieße es, bei anderen auf Ähnlichkeiten zu stoßen.
Weshalb diese Dinge über die Jahre solch einen goldenen Glanz angenommen haben, weiß ich bis heute nicht, aber das ist vielleicht auch gar nicht so wichtig. Ich freue mich einfach, wenn mir ein VW Käfer über den Weg rollt oder wenn im Radio Nena ihre 99 Luftballons zum Himmel steigen läßt. Und Freude ist doch etwas Unbezahlbares.
Inzwischen bin ich auch selbst Mutter, und wenn meine Tochter mich irgendwann mit leuchtenden Augen nach einer Episode aus meiner Jugend befragt, dann werde ich ihr gerne von damals erzählen. Nur seufzend übers Haar streichen werde ich ihr dabei nicht.

Montag, 24. Oktober 2011

Ein herzliches Willkommen

Nun ist es also soweit.
Ich darf Sie herzlich in meinem neuen Blog willkommen heißen. Für alle, die mich noch nicht kennen und vielleicht rein zufällig hier vorbei gekommen sind, möchte ich mich zunächst einmal vorstellen. Mein Name ist Birgit Böckli, ich wohne in Baden Württemberg, und wenn ich nicht gerade esse, schlafe oder versuche, eine Horde Kinder zu beaufsichtigen, dann schreibe ich, und zwar am liebsten Krimis, Thriller oder Horrorgeschichten, und jetzt eben auch noch dieses Blog.
Der Name ist übrigens Programm. Dienstagsblog bedeutet nichts anderes, als daß ich mir vorgenommen habe, spätestens einmal die Woche, nämlich jeweils am Dienstag, einen neuen Artikel zu verfassen. Zusätzlich möchte ich diese Seite nutzen, um die neuesten Aktionen für meine Leser bekannt zu geben, die nächste ist bereits in Planung. Dazu wird es Anfang November die ersten Informationen geben.
Warum aber ist diese Seite grün, und warum trägt sie diese Farbe auch noch im Namen? Es klingt vielleicht seltsam, aber für mich waren die Wochentage schon von klein auf mit bestimmten Farben verknüpft, der Montag war gelb, der Freitag strahlte in einem warmen Violett, und der Dienstag trug in meiner Vorstellung eben ein grünes Kleid. Und diese Farben drückten wiederum Stimmungen aus. Der grellgelbe Montag brachte die Hektik einer neuen Woche mit sich, während die Tage sich zum Wochenende hin in immer wärmeren Farben präsentierten, die Ruhe und Gemütlichkeit versprachen.
Erst viele Jahre später begriff ich, daß sich kein düsteres Geheimnis hinter all diesen Zusammenhängen verbarg. Die Farben der Wochentage stammten einfach aus einer großen Fernsehzeitung, die in meinem Elternhaus über lange Zeit regelmäßig ihren Platz auf dem Wohnzimmertisch hatte, aber auch diese Erkenntnis hat nichts daran geändert, daß der Dienstag für mich immer ein grüner Tag bleiben wird.
Was Sie in diesem Blog erwartet, möchten Sie wissen? Diese Frage ist verständlich, wenn ich sie auch nicht auf Anhieb beantworten kann, denn ich bin ein Mensch, der gerne seinem Bauchgefühl folgt.
Natürlich werde ich auch hin und wieder über meine Bücher berichten, aber ich möchte auch die Gelegenheit nutzen, ein wenig von mir zu erzählen, über Gedanken, die mich umtreiben, Dinge, die mich freuen, ärgern oder nachdenklich machen. Es wird also bunt werden und hoffentlich auch kurzweilig, lassen Sie sich einfach überraschen. In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen allen einen schönen Tag.
Herzliche Grüße
Birgit Böckli